chiliGREEN Computer Pressespiegel für 2004
Hier finden Sie einen Auszug von Presseberichten über chiliGREEN aus dem Jahr 2004.
Scharfe Rechner
Computer. Der Linzer PC-Hersteller Chiligreen sorgt für Furore am heimischen Markt. Jetzt versucht das junge Unternehmen auch
in Deutschland Fuß zu fassen.
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profil vom 13.12.2004
Der Ferne Osten ist für Linzer zu langsam
"Unser Vorteil ist die Schnelligkeit", sagt Gerald Wirtl, Geschäftsführer des Linzer PC- und Notebookherstellers Chiligreen, der jungen Marke mit
der "scharfen Schote" im Logo. "Sicher wären die Lohnkosten für das Zusammenbauen in Fernost viel geringer, aber wir hätten nicht die kurze
Reaktionszeit auf Kundenwünsche wie hier."
Deshalb bleibt die Hauptfertigung von Chiligreen in Linz und in Tschechien. Auch wenn der Linzer Standort schon wieder aus allen Nähten platzt.
"Wir sind nach wie vor auf der Suche", bestätigt Wirtl im OÖN-Gespräch. Ein Neubau in Engerwitzdorf und der Südpark in Asten sind im Gespräch. Von
Konkurrenten (Gericom, Acer) hebt sich Chiligreen durch seinen Service und sein breites Angebotssortiment (auch Drucker, externe Festplatten) ab.
Binnen 24 Stunden kommt ein Techniker nach Hause zum Endkunden.
Schnelllebig ist diese Branche allemal. Schon im ersten Jahr nach der Firmenumgründung 2003 verkaufte Chiligreen im Hauptmarkt Österreich 60.000 PCs.
Rund ein Drittel des Umsatzes (2003: 55 Millionen Euro) wird über Ketten wie Niedermeyer, Cosmos, Media Markt oder Hartlauer erwirtschaftet. "Für unser
diesjähriges Umsatzziel von 56 Millionen Euro liegen wir gut im Plan", so Wirtl. Ein positives Betriebsergebnis werde es auch geben. (uru)
OÖ Nachrichten vom 21.10.2004
Hochleistung im Tower
chiliGREEN bringt Technologie vom Feinsten. Ausgestattet mit aktuellen Spitzenkomponenten geben die PCs der Perform
PCX-Serie so richtig Gas. EHZ austria drehte schon vorab ein paar flotte Runden.
Der erste Schritt war klar. Kaum ist das Gerät eingelangt, werden sofort die Seitendeckel mit den praktischen Drehschrauben
abmontiert und ein Blick in das Innere des High Performance-Rechners geworfen. Ein erstes Staunen des EHZ-Testers: fettes
Netzteil, eine Reihe von intelligent angeordneten Kühlern und sauber verlegte Kabel für den optimalen Luftstrom. Sofort war
klar: im Betrieb muss es hier so richtig heiß zur Sache gehen.
Die Konfiguration des Testgerätes lässt die Herzen von Technikfreaks höher schlagen. Kernstück ist der neue Sockel 775 von
Intel. Das 925 XCV Mainboard hat es in sich. Die Leistung liefert der neue Pentium 4 Prozessor 560 mit
HT-Technologie. Er bringt es auf satte 3,6 GHz.
Auch in Sachen Grafikleistung ließ sich Chiligreen mit der schnellen GeForce FX 6800 von Nvidia nicht lumpen. PCI-Express
versteht sich. Die neuen Grafikprozessoren der GeForce 6-Reihe bieten eine Folge außergewöhnlicher neuer Technologien, mit
denen sich beeindruckende Spezialeffekte in Spielen und 3D-Anwendungen realisieren lassen. Dank der neuen Architektur der
GeForce 6-Chips mit ihrer hohen Hardware-Leistung können Entwickler detailgetreue, lebensechte Grafiken in Echtzeit
erzeugen, ohne den PC durch den damit verbundenen Rechenaufwand in die Knie zu zwingen. Herzstück ist die superskalare
Shader-Architektur, die doppelt so viele Rechenvorgänge pro Taktzyklus ausführen kann wie traditionelle Architekturen. Mit
ihrer nativen 32-Bit-Pipeline, der superskalaren Architektur und modernster Effekttechnologie versprechen die
GeForce 6-Grafikprozessoren noch mehr Leistung und noch höhere Präzision für eine Vielzahl von Grafikeffekten.
Echtzeitanwendungen und Spiele profitieren von vielfältigen neuen Möglichkeiten, die bisher am PC nicht realisierbar
waren.
Die Leistung des getesteten Systems kann sich sehen lassen: 11.023 Punkte beim 3D Mark 03 sind nicht von schlechten Eltern.
Weiters sorgen DDR2-Speicher für ausreichende Performance. DDR2-Module arbeiten intern mit geringerem Takt, senden aber doppelt
so viele Daten wie herkömmliche DDR-Speicher. Weil der Takt im Kern geringer ist, benötigt DDR2 weniger Spannung. Der Speicher
bleibt somit kühler und hat auch noch Reserven für zukünftige Technologien.
Zudem sind zwei S-ATA Festplatten mit Native Command Queuing eingebaut (dabei wird eine Reihe von Festplattenbefehlen in einer
optimierten Reihenfolge abgearbeitet). Intel hat dazu bereits mit der Implementierung ihres AHCI (Advanced Host Controller
Interface) die passende Gegenstelle im Peripherie-Controller geschaffen. Im Testgerät fand sich die neue Maxto
MaXLine III-Produktlinie wieder, die partiell bereits mit SATA II-Funktionen aufwartet und natives Command Queuing
beherrscht. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, den technischen Grenzen der Festplattenmechanik entgegenzuwirken. Damit ist
gemeint, dass es eine gewisse Zeitspanne in Anspruch nimmt, bis die Lese-/Schreibköpfe von Festplatten an exakt der Stelle
der rotierenden Platten positioniert sind, wo die entsprechenden Daten aufzunehmen oder abzulegen sind. Alles soll also noch
schneller werden. Unser Tester war auf jeden Fall vom Speed des Chiligreen-Rechners überzeugt.
EHZ austria 9/2004
Chiligreen ist scharf auf EU-Ostländer
Neun Monate nach dem Management-Buy-out ist Computerhersteller Chiligreen bei allen grossen Elektroketten
gelistet. Jetzt liegt der Fokus auf den neuen EU-Ostländern.
Linz. Beim Computerproduzenten Chiligreen scheint das Konzept mit neuer Marke aufzugehen: Vor einem
Dreivierteljahr übernahm Gerald Wirtl die Linzer Tochter des deutschen Computerherstellers IPC Archtec durch
Management-Buy-out. Heute sind Laptops, PCs und Monitore der Marke Chiligreen bei allen grossen Elektrohandelsketten
im Sortiment. Die Retailmärkte tragen 60 Prozent zum Umsatz bei, der im Vorjahr 52 Millionen Euro ausmachte.
"Wir setzen jetzt verstärkt auf den Ausbau unseres Fachhändlernetzes", sagt Wirtl.
Seit dem Management-Buyout baut Chiligreeen im Monat zwischen 30 und 40 Serversysteme, die die Fachhändler an
Klein- und Mittelbetriebe verkaufen. Das breite Produktportfolio sei auch ein Mittel, sich gegenüber Mitbewerber
Gericom abzugrenzen. Anders als die Konkurrenz hofft Wirtl auch bei Service und Dienstleistung zu sein, etwa mit
einem Support im hauseigenen Call-Center zur Ortsgebühr: "Wenn Kunden Fragen haben, soll man sie unterstützen
und nicht abkassieren."
Laut Ansicht Wirtls sei damit die Markenumstellung auf Chiligreen angenommen worden. "Wir sind einer der wenigen
in unserer Branche, die schwarze Zahlen schreiben", behauptet Wirtl. Der Zusammenbau von Computern sei in Österreich
machbar. Allerdings werde bei Chiligreen ab einer Zahl von 200 Stück ein Partner in Tschechien mit dem Assemblieren
beauftragt. Wirtl begründet das Outsourcing mit dem niedrigeren Lohnniveau, aber auch mit Standortengpässen in Linz:
"Wir sind auf der Suche nach einem Betriebsbaugrund, um Kapazitäten zu schaffen."
Sprung mit Hartlauer
Da der Export unter zehn Prozent liegt, nimmt Chiligreen die neuen EU-Ostländer ins Visier. Wirtl will dorthin sein
in Österreich aufgebautes Geschäftsmodell übertragen: "Den Sprung nach Slowenien haben wir mit Hartlauer gewagt. Aber
wir versuchen, in Osteuropa noch stärker an den Fachhandel heranzukommen." Die ersten Handelspartner in Tschechien,
Ungarn und Slowenien seien bereits gefunden.
Wirtschaftsblatt 22.06.2004
Power-PC für Gamer
SPIELE-BOLIDE. chiliGREENs neuer High-End-Gamer-PC in Sport-Design
Dieser Tower hat echt Power: Mit dem Enthusiast MH 3000 will der Linzer PC-Hersteller chiliGREEN in die
Gamer-PC-Elite rund um Alienware oder Shuttle SB75G2 vorstoßen.
Sportiver Alu-Tower. Das rot-silberne Thermaltek-Alugehäuse sieht nicht nur schnell aus: Ein 3-GHz-P4,
512 MB und eine 128 MB nVIDIA GeForce FX 5900XT-Grafikkarte sorgen für jede Menge Rechen- und Gamepower.
Und: Auf den zwei (!) 160-GB-Samsung-Festplatten ist genug Platz für jede Spielesammlung.
Multistandard-DVD-Brenner. Hinter der absperrbaren Klappe der durchgehenden Alufront verbergen sich
gleich zwei Laufwerke: ein normales 16x-DVD-ROM-Drive und LGs schneller Multistandard-DVD-Brenner
GSA-4082B (DVD-RAM, DVD+R/+RW, DVD-R/-RW). DVD+Rs und DVD-Rs brennt der LG mit 8fach-Speed. Der Vorteil
der Doppellaufwerkslösung: Nicht kopiergeschützte CDs und DVDs können "on-the-fly" direkt kopiert werden.
High-End. Zur Topausstattung des Enthusiast gehören weiters: ein 7-in-1 CardReader zum blitzschnellen
Übertragen von Fotos & Musik, ein digitaler 5.1-SPDIF-Audioausgang, zwei Monitor-Anschlüsse (VGA und DVI),
Intel Gigabit LAN, FireWire, 6 USB 2.0-Anschlüsse (2 davon an der Tower-Oberseite) und TV-Out.
E-Media 11/04
chiliGREEN geht eigene Wege
Ein erfolgreicher Start ist dem Linzer Computerhersteller "chiliGREEN" nach der Abkopplung vom früheren deutschen
Mutterkonzern gelungen.
Das an der Freistädter Straße ansässige Unternehmen hat seine Wurzeln in dem 1998 von Gerald Wirtl gegründeten Kleinbetrieb
Lap-Store, der mit Notebooks handelte. Ein Jahr später löste Wirtl seine Firma auf und wurde geschäftsführender
Gesellschafter der neu gegründeten Österreich-Tochter des börsennotierten deutschen Computerherstellers IPC Archtec.
Unterschiedliche Ansichten über die Geschäftspolitik motivierten Gerald Wirtl im Vorjahr, das Unternehmen mit
50 MitarbeiterInnen zu übernehmen und unter dem Namen "chiliGREEN" (www.chiligreen.com) neu zu positionieren.
Expansion geplant
Mit vollem Engagement stürzte sich das 50-köpfige Team in das erfolgreich verlaufene Weihnachtsgeschäft. In Linz
gefertigte PC, Server und Notebooks mit der "scharfen Schote" im Firmenlogo sind unter anderem bei den Handelsketten
Niedermeyer, Cosmos, Media Markt, Saturn, Hartlauer, Makro Markt, Quelle, Expert, den Funkberatern und einer Reihe
kleinerer Fachhändler erhältlich. Sie können auch über den Internet-Shop der Firma bestellt werden. Als zweiter Markenname
für Desktop-Rechner bleibt "Proworx" erhalten.
Expansion
Von den Mitbewerbern auf dem hart umkämpften Computermarkt will sich "chiliGREEN" durch hohe Servicequalität abheben.
Für heuer peilen die Linzer einen Umsatz von 55 Millionen Euro an. Im Exportgeschäft werden die Fühler nach Deutschland
und in an Österreich grenzende EU-Länder ausgestreckt. Acht neue Arbeitsplätze sollen 2004 geschaffen werden.
Lebendiges Linz, Februar 2004
Rekordjahr für chiliGREEN
Nach dem Management Buyout und dem Markenwechsel von IPC auf chiliGREEN konnten die Linzer PC- und Notebookhersteller
den bisher höchsten Usatz in der Unternehmensgeschichte und mehr als 60.000 in Österreich verkaufte Desktops verbuchen.
Der Umsatz belief sich trotz der durch die wirtschaftlichen Probleme der deutschen Ex-Mutter verursachten Einschränkungen
auf 52 Mio. Euro. Für heuer peilt das völlig eigenständige Unternehmen ein Umsatzziel von 60 Mio. Euro an.
Computerpartner Nr. 3 2004
Rekordjahr für Chili Green
Computer-Konfektionär Chili Green meldet nach dem Management Buyout vom Vorjahr und dem Markenwechsel von IPC auf
Chili Green mit 52 Mio. Euro den bisher höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte.
LINZ - Der im November 2003 erfolgte Markenwechsel von IPC auf Chili Green ist von Handel wich auch Konsumenten
gleichermaßen sehr gut angenommen worden. Chili Green, nach eigenen Angaben größter Desktop-PC-Hersteller der
Alpenrepublik, zählt mit mehr als 60.000 hierzulande abgesetzten Geräten zu den Branchenführern: Allein von September
bis November 2003 verkaufte das Unternehmen mehr als 28.000 Desktop PC und Notebooks unter den Marken Chili Green,
Proworx und der Niedermeyer-Eigenmarke Pionier. Damit verdoppelte das Team um Gerald Wirtl, der Ex-Gericom-Mitarbeiter
ist heute geschäftsführender Gesellschafter von Chili Green, die verkaufte Stückzahl zum Vergleichszeitraum 2002.
Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 übertraf trotz der durch die wirtschaftlichen Probleme der Ex-Mutter
verursachten Einschränkungen mit rund 52. Mio Euro die eigenen Erwartungen. Für 2003 peilt das nun völlig
eingeständige Unternehmen ein Volumen in der Größenordnung von 60 Mio. Euro an. Zu diesem Zweck soll nun auch der
deutsche Markt mit der "schärfsten aller Computermarken" in Angriff genommen werden. Testlieferungen - unter anderem
in Kooperation mit einem europaweit tätigen Konzern - sind bereits erfolgt. Auch am Notebook-Markt möchten die Linzer
kräftiger mitmischen, was bislang, vor allem durch den früher gemeinsamen Einkauf mit dem ehemaligen deutschen
Mutterunternehmen, nur beschränkt möglich war.
Auch hier setzt Gerald Wirtl auf "Aktion scharf": Heuer wurden bereits
vier neue Notebook-Modelle mit unterschiedlichsten Ausstattungen präsentiert. Das ungebrochen starke Wachstum bringt
auch neue Herausforderungen in Sachen Platzmangel-Bewältigungen mit sich. Mitte letzten Jahres mussten mehrere Tausend
Quadratmeter externe Lagerfläche zusätzlich angemietet werden. Das Unternehmen ist deshalb auf der Suche nach einem
größeren Standort, auch der Neubau eines Gebäudes für Lager, Produktion und Büros im Linzer Raum ist nicht ausgeschlossen.
Computerwelt 26.2.2004
Chiligreen meldet Rekordjahr
Linz. Der Linzer PC-Hersteller Chiligreen - ein Management-Buy-out des deutschen Herstellers IPC Archtec - hat nach
eigenen Angaben heuer einen Rekordumsatz von 52 Millionen Euro erzielt. In Österreich wurden 60.000 Geräte verkauft, sagt
Marketingleiter Valentin Trummer. Heuer soll der Umsatz auf 60 Millionen ? steigen und der deutsche Markt mehr bearbeitet
werden.
Wirtschaftsblatt 14.2.2004
Rotweißrote Notebook-Offensive im Frühjahr
Scharfe Power-Rechner aus Linz.
chiliGREEN-Modelle wirbeln mit Kampfpreisen den Markt auf.
Sie speichern Daten wie ein Heim-PC, bieten Sound wie eine HiFi-Anlage, liefern Bilder wie ein Plasmafernseher und
zeichnen sogar locker auf DVD auf. Die Rede ist von den neuen Notebooks 2004, die längst das Zeug zum Entertainment-
Center haben. Das Erfreuliche dabei: Die Schmuckstücke der mobilen PC-Welt kommen aus Österreich. Der Linzer
Hersteller chiliGREEN liefert scharfe Modelle, die von Kopf bis Fuß auf Multimedia eingestellt sind:
- Das Flaggschiff hört auf den kryptischen Namen chiliGREEN Dynamic D7-470V WX, substituiert die phonetische Perversion
aber mit satter PC-Power: Mit seinem 17,1-Zoll-Panoramaschirm ersetzt das Notebook glatt einen LCD-Fernseher. Ebenfalls
an Bord: Pentium-4-Prozessor mit 3 Gigahertz, eine 80-GB-Festplatte und 1024 MB Arbeitsspeicher. Kampfreis des
Multimediawunders, das natürlich auch einen DVD-Brenner sein Eigen nennt: 1.899 EUR.
- Die anderen Modelle aus der Linzer Werkstätte gehören zur so genannten Mobilitas-Reihe. Als da wären: Der
Einsteiger-Laptop C5-G533 WX mit 15-Zoll-Schirm, 1,5 GHz-Rechner, 40-GB-Festplatte, 512 MB und DVD-Player. Kostenpunkt:
schmucke 1.599 Euro.
Und das fortschrittlichere Modell M5-430V WX WS mit einem starken 3,06-GHz-Rechner, 80-GB-Festplatte, 1.024 MB und
DVD-Brenner. Dafür muss man vertretbare 1.777 EUR löhnen.
Allen chiliGREEN-Modellen gemeinsam ist freilich ein integrierter Wireless-LAN-Chip. Damit surft man jederzeit mobil im Internet.
News 12.2.2004
Willkommen in "Chilicon" Valley
PC-HERSTELLER: Linz mausert sich zur Computer-Hochburg. Ein Ex-Gericom-Mitarbeiter startet als Desktop-Hersteller
neu durch.
Vor gar nicht allzu langer Zeit war der Handel mit Hardware in der IT-Branche nicht sehr beliebt. Zu geringe
Margen, zu hohe Lagerkosten, zu wenig intelligent. Heute sind die Margen nicht höher, im Gegenteil, der Kampf um
Kunden und Prozente trieb manch renommierten Hersteller in die Pleite. Andererseits sind auch die Preise für
Mikroprozessoren im Keller, die Zahl der Betriebe aus der Computer-Zulieferindustrie ist sprunghaft angewachsen
(vor allem im billigen Fernost), ebenso die Leistungsfähigkeit der Rechner. Kurz: Desktop-Systeme wurden zum
begehrten Massenprodukt. Nicht zuletzt revolutionierte das Internet den Vertrieb und Pioniere wie Michael Dell
erkannten frühzeitig die Trends: Heute ist Dell mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley der weltgrößte
PC-Hersteller. Extrem kurze Lieferzeiten, aggressive Preise und nach individuellen Bedürfnissen assemblierte
Geräte brachten das PC-Geschäft wieder in Schwung.
Build-to-Order-Konzept
Hermann Oberlehner, Schöpfer der Marke Gericom, sah als erster das Potenzial, das vor allem im Retail-Geschäft liegt.
Seine vorwiegend in Nahost gefertigten und in dann in Linz zusammengeschraubten Notebooks werden in großen Stückzahlen
an Handelsgiganten wie Metro, MediaMarkt oder bei Diskontern wie Aldi / Hofer verkauft. Kern der Strategie von Gericom
ist ein ausgefeiltes Build-to-Order-Konzept, bei dem erst ab Auftragsvergabe gefertigt wird. Während Oberlehner im
Desktop PC-Markt einen wenig lukrativen und einen mit Ablaufdatum versehenen Markt sieht, hat sich einer seiner
ehemaligen Mitarbeiter genau in diesem Bereich erfolgreich etabliert. Es ist fast eine "Garagen-Story": Gerald
Wirtl, 29, der sich 1998 mit seinem Einzelunternehmen Lap-Store selbstständig machte, spezialisierte sich zunächst
im Verkauf von Notebooks und begann im Jahr 1999 in einem Lagernebenraum auch Desktop-Systeme der Marke IPC zu
montieren. Zu dieser Zeit fimierte Wirtls Unternehmen bereits als Archtech Computer GmbH, das mehrheitlich zur
deutschen IPC Archtec AG gehörte. "In nur drei Jahren bauten wir ein tragfähiges Kundennetz im Retail-Bereich auf und
schwangen uns so zum größten österreichischen Desktop-Produzenten auf", erklärt der Unternehmensgründer heute.
Gepfefferter Neustart
Angespornt vom Erfolg und Zwist mit der deutschen Mutter ließen in Wirtl den Entschluss eines Management-Buyouts
reifen. Im November des Vorjahres war es dann so weit: Nach dem Rückkauf der Unternehmens-Anteile firmiert das
Unternehmen seither als Chiligreen Computer GmbH Österreich in der Linzer Freistädterstraße. Alleiniger Eigentümer
und Geschäftsführer ist jetzt wieder der knapp dreißigjährige Wirtl. Und er setzt gemeinsam mit seinen inzwischen
50 fix angestellten Mitarbeitern fast ausschließlich auf Desktop-Systeme. "Kein einziger Kunde kehrte uns den Rücken",
freut sich auch Marketingleiter Mag. Valentin Trummer. 80 Prozent des Umsatzes wird im Retail-Bereich generiert mit
Kunden wie MediaMarkt, Saturn, Cosmos, Metro, Quelle, Makromarkt, Vobis, Hartlauer oder Expert. Und im Gegensatz zu
Oberlehner ist Trummer vom Erfolg des Desktop-PC überzeugt: "Das Notebook hat viele Vorteile, keine Frage, dennoch
wird es den PC niemals ablösen können."
Bestätigt sieht sich Trummer in seiner These, wenn er einen Blick auf die aktuellen Absatzzahlen wirft. Alleine in
den Perioden September bis November wurden unter den Markennamen Chiligreen, Proworx und Pionier fast 28.000 PC-Systeme
abgesetzt. 70 bis 80 Prozent der Geräte werden über Build-to-Order-Konfigurationen online bestellt.
2004: Die Expansion geht weiter
Die Expansionspläne für 2004 sind dementsprechend ambitioniert, vor allem Deutschland wird ins Auge gefasst.
"Testlieferungen zu namhaften Retail-Märkten haben bereits stattgefunden", so Trummer. Interessant seien auch die
angrenzenden EU-Staaten, auch nach Slowenien wurden bereits Geräte geliefert. Kontrolliertes Wachstum ist angesagt:
Insbesondere eine leistungsfähige Servicestruktur soll von Anfang an entsprechend mitwachsen, "die hat uns immer
viele Pluspunkte gebracht", erläutert der Marketingchef. Heuer will man sich noch klarer und aggressiver positionieren.
Der Umsatz soll 2004 von zuletzt 52 Mio. Euro auf 55 Mio. Euro steigen. Auch bestätigt Trummer, dass die neue Marke
bestens ankommt: "Der Response von Kunden und Handel ist ausgezeichnet."
chef info 02/2004
Scharf auf Neues?
Die bisher zur deutschen IPC Archtec AG gehörende Linzer Archtec GmbH hat sich durch einen Management Buyout als
nunmehr rein österreichisches Unternehmen verselbständigt.
Der österreichische Desktop-Hersteller wird unter neuem Namen und mit gleichnamiger neuer Marke "Chiligreen"
(www.chiligreen.com) auftreten. Bereits Ende August hat sich die Linzer Archtec GmbH (www.ipc-computer.at), bis
dahin Tochterfirma der deutschen IPC Archtec AG, durch Rückkauf sämtlicher Unternehmensanteile vom Konzern gelöst.
Der bisherige und jetzt alleinige Gesellschafter und Geschäftsführer Gerald Wirtl, der das Unternehmen 1998 als
Einzelfirma gegründet hat, hält nun 100 Prozent der Unternehmensanteile. Neben den durch die Probleme der Mutterfirma
verursachten wirtschaftlichen Einschränkungen haben vor allem auch seit längerer Zeit bestehende strategische
Auffassungsunterschiede bei Produkt-, Vertriebs- und Servicepolitik zum Rückkauf der Unternehmensanteile geführt.
Laptop-Offensive aus Linz
CHILIGREENS 2004er-KOLLEKTION. Gleich mit vier neuen Centrino- und Widescreen-Modellen eröffnet die Linzer
Computerschmiede chiliGREEN die neue Notebook-Saison.
In Linz beginnt's: Als einer der ersten Hersteller lässt chiliGREEN (vormals IPC) Anfang Februar seine neue
Notebook-Kollektion vom Stapel. Die neue Modellpalette reicht vom 17-Zoll-Jumbo-Notebook bis zum günstigen
Centrino-Laptop für Einsteiger.
Das Cinema Notebook. Von Kopf bis Fuß auf Multimedia ist chiliGREENs neues Flaggschiff Dynamic D7-470V WX
eingestellt. Mit seinem 17,1-Zoll (43,5 cm)-Panoramaschirm im Format 16:10 ersetzt das D7-470 glatt einen LCD-Fernseher. Auch der
Rest der Ausstattung ist top: 3,0-GHz-Mobile-P4, 1.024 MB RAM, 80-GB-Festplatte, 128 MB ATI Radeon M10 Grafik,
Multiformat-DVD-Brenner, Gigabit Ethernet, WLAN, FireWire, Card Reader, TV- und SPDIF (5.1 Digital Audio)-Ausgang.
Preis: € 1.899,-
Mobilitas-Reihe. Auf unterschiedliche Bedürfnisse gehen die neuen Mobilitas-Notebooks ein:
* Centrino-Technik für wenig Euros bietet das C5-G553: 15,1" TFT, 1,5-GHz-Pentium-M, 512 MB, 40 GB, WLAN, € 1.333,-
* Voll im Widescreen-Trend liegt das zweite Centrino-Modell C5-M375R: 15,4"-16:10-Panoramaschirm, 1,5-GHz-Pentium-M,
512 MB, 60 GB, WLAN, € 1.599,-
* Als Ersatz für den Stand-PC ist das M5-430V gedacht: 15,1"-TFT, 3,06-GHz-Mobile-P4, 1.024 MB, 80-GB-HD, WLAN,
€ 1.777,-
E-Media 06/04
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